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Gigabyte M912 - Eine ehrliche Meinung

Ich habe jetzt schon eine Weile meinen Gigabyte M912 Tablet-netbook im Einsatz. Daher weiß ich auch eine Menge zu berichten, was auf vielen Seiten einfach unter geht, da Tests nur einen Tag im Labor sind und nicht über lange zeit im alltäglichen Gebrauch.

Zunächst einmal ist der Unterschied zu meinem alten 15" Notebook groß. Die Größe und das Gewicht sind natürlich bei einem Netbook ungeschlagen. da ich das Book jeden Tag in der Schule verwende und auch im Rucksack herumtragen muss, spielte besonders dieser Faktor eine große Rolle. Hier gleich mal ein dicker Pluspunkt (der jedoch für alle Netbooks zählt).

Des weiteren habe ich den M912 gekauft, da das Display, im gegensatz zu anderen Netbooks mit der gleichen Größe, eine extrem hohe Auflösung hat! Das Display bietet 1280x768 Pixel, so viel wie kein anderes. Zwar ist das recht gut, da sich sogar HD Filme (bis 720p) in voller Auflösung abspielen lassen, allerdings sind Texte schon meist so klein, das man die Schriftgröße ruhig etwas nach oben drehen darf. Ich hab mir das damals ganz anders vorgestellt, und würde heute sogar einen mit niedriger Auflösung kaufen. Ich kann jedem nur empfelen sich die Dinger vorher ganz genau im Laden anzuschauen (ging bei dem leider net).

Als nächstes die Tastatur: Hier hab ich vor dem Kauf gedacht, dass ich hier die meisten Schwierigkeiten haben werde, insbesondere was das normale schreiben betrifft. Aber nach einiger Zeit habe ich mich auch an die kleinen Tasten gewöhnt und kann mitlerweile gut Texte schreiben. Was aber sehr ärgerlich ist, sind die keybindings für <|>. Diese Liegen auf der y Taste und müssen dann seehr umständlich gedrückt werden:

< = Fn+y

> = Fn+Umsch+y

| = Fn+AltGr+y

Das Fn liegt direkt unter der y Taste und ist somit immer irgendwie doof zum drücken. Besonders das > ist enorm schwierig zum drücken und klappt bei mir erst nach einigen malen.

Nun wird man als Windows User denken: Ach die braucht man doch eh net so oft... Ja als Windows User vielleicht nicht, aber als Unix User schon... Auch zum Programmieren (zB HTML, und in jeder anderen Sprache für die boolschen Ausdrücke) werden diese Keys öfter mal gebraucht. Für mich ein riesiges Minus! Als Abhilfe kann ich nur xmodmap empfehlen (die keys einfach umbinden).

Wo gehts weiter?

Das Touchpad: Eigentlich kein Problem, nur unter Linux muss es extra mit dem Kernel parameter i8042.noloop=1 aktiviert werden. Andernfalls rennt es nicht. Ein weiteres manko: läuft der Laptop einige Zeit, wird das Touchpad durch die darunter liegenden Bauteile sehr warm. Irgendwie unangenehm... Daher verwende ich auch fast nur noch die tastatur (dwm 4tw!)

Auch ein Eingabegerät, Der Touchscreen: Soweit alles klar mit dem Ding, rennt super -  wenn man ihn denn kalibriert! Dazu braucht man Treiber von der Website von Penmount (die gibts sogar für Linux), rennen aber nur unter Ubuntu. Debian hab ich noch nicht ausprobiert.

Auch sehr wichtig ist der Power Button. Dieser verbirgt sich an der Seite des Gerätes und geht bei mir recht leicht nach vorne, was mir schon einige Male den Laptop mitten im Betrieb ausgeschaltet hat, da ich ausversehn an den Button gekommen bin. Ein eingelassener Power Button, wie bei anderen Notebooks üblich wäre besser.

Auch nicht so uninteressant ist die Hardware die verbaut ist. Die 160GB Platte läuft gut und bietet viel Platz, hier schonmal wieder ein Plus. 1GB RAM war mir zu wenig, daher nachgerüstet auf 2GB, jedoch kein Problem - Plus! Intern ist ein zweiter Mini PCIe frei, wunderbar, eine UMTS Karte kann da noch rein :)

Problem macht - wie sollte es anders sein - das W-LAN. Irgendwie gings mal mit madwifi, dann wieder nicht, dann wieder, jetzt momentan gar nicht. ath5k aus dem Linux Kernel, sieht zwar das Wireless device, sieht aber keine Hotspots... Der Chipsatz ist nicht wirklich gut unterstützt... Aus erfahrung regelt sich das mit der zeit selber, irgendwann gehts dann. Mit ndiswrapper sollte das laufen, hab ich aber nicht getestet.

Auch irgendwie im Gehäuse: Die kamera, ich kann nix gegen sagen, also Plus.

Der Akku ist jedoch unter aller Sau. Gesprochen wurden auf der Gigabyte Seite von bis zu 4h, ich schaffe 2h, wenn überhaupt... (Der Laptop verbraucht etwa 10W im Betrieb, wenn alles ruht! Entweder ist Linux da nicht so sehr sparsam oder es wurde bei der Laufzeit etwas geschummelt.

Noch einmal zurück zur Hardware: Die Netzwerkkarte. Ein Aufschrei meinerseitz: "WELCHER IDIOT HAT SICH DAS AUSGEDACHT???" Ein Netbook ohne PXE Boot.... Der größte Mumpiz seit Windows Vista...

Anfrage beim Kundendienst: "Der Chipsatz unterstützt dies nicht, eine Implemtierung ist nicht geplant" oO Da stehen mir doch die Haare zu Berge wenn ich sowas höre... Übrigens: vom USB Stick Linux aufsetzen ist immer was tolles, besonders wenn man einen PXE Server hat :D

Eine Tolle erfindung, die an Gigabyte wohl vorbeigegangen ist, sind RJ45 Buchsen mit eingebauten Status LEDs... Immer toll wenn man nicht weiß ob die Karte nun einen Link hat oder nicht (Software ist ja sooo zuverlässig)

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Verarbeitung des ganzen. Ich kann nur sagen: "Ja Plastik eben...". Der Lack geht langsam runter, Gummistopper fallen raus (gleiches Problem an 2 Geräten!), Das Schanier vom Bildschirm ist schlecht befestigt und Wackelt in alle Richtungen -.-

Ansonsten was mir sonst so aufstößt: Lüfter laut, zuwenig USB, externer Monitor kann nur 1280x1280 (??? kann das wer bestätigen ???)

Ansonsten gut ist noch: Das Netzteil klein, nen Sleeve dabei und die Linuxunterstützung (zumindest ab Debian Squeeze oder Ubuntu (Danke an so super ACPI!!!)) ist gegeben.

 

Ich würde den Laptop mit 4/10 Punkten in Sachen Verarbeitung geben

7/10 bei der Ausstattung

10/10 bei der Handlichkeit

und

somit

7/10 Punkten in der Gesamtwertung - Fazit: Ich warte auf den EEE PC 1000HE!

 

Übrigens: es ist spät und ich bin müde, wer Fehler findet darf sie gerne behalten :P

 

Mac Book Air Clone von MSI?

Laut Heise soll es im dritten Quartal ein neues Subnote- / Netbook von MSI geben. Das von der Schnittstellenauswahl deutlich bessere und auch billigere 13" Notebook kommt im schicken Alu Design daher und errinert gleich an Apples Air. Auch Display und Tastatur ähneln dem Air, wenn auch die Tastatur nicht in dem gleichen Look wie die vom Air kommt.

 

Bleibt abzuwarten was es dann in Europa kostet und was von den ganzen Sachen onboard wirklich umgesetzt wird.

Meldung bei heise.de: http://www.heise.de/newsticker/Flaches-13-4-Zoll-Netbook-mit-HSPA--/meld...

W-LAN Nutzung von offenen W-LANs oder Wie Richter mal besser Experten einschalten sollten

Es ist ja schon länger bekannt das durch das Urteil vom AG Wuppertal, nun das verwenden von offenen W-LAN unter Strafe steht. Nur so ganz kann ich das Urteil nicht nachvollziehen. So heißt es bei heise:

"Der Angeklagte habe sich zunächst wegen eines Verstoßes gegen das Abhörverbot nach den §§ 89 Satz 1 und 148 Abs. 1 Nr. 1 TKG strafbar gemacht. Nach diesen Vorschriften wird bestraft, wer mit einer Funkanlage Nachrichten abhört, die nicht für ihn bestimmt sind. Das Gericht entschied, dass es sich bei einem WLAN-Router um eine Funkanlage im Sinne des TKG handle. Der weit auszulegende Begriff "Nachrichten" umfasse auch die Zuweisung einer IP-Adresse durch den Router. Diese Nachricht habe der Angeklagte "abgehört", da er während der Internetnutzung auf die zugesandte IP-Adresse zugegriffen und diese ausgewertet habe. Die IP-Adresse sei auch nicht für den Angeklagten bestimmt gewesen, da es dem Eigentümer des Routers zustehe, festzulegen, wer zur Verwendung der IP-Adresse berechtigt sei."
Moment: Normalerweise sind Router so konfiguriert, dass sie jedem Gerät, was eine IP haben will auch eine gibt. Der Kläger hat so wie ich das sehe darauf verzichtet einen MAC Adressen Filter zu installieren oder den DHCP Server so zu konfigurieren, dass nur seine PCs eine IP über DHCP erhalten.
Sollte nun irgendjemand eine DHCP Anfrage senden, bekommt er auch vom "gutgläubigen" Router eine Antwort. Ausspähen kann das nicht sein, da ich ja noch nicht mal eine Sicherheitslücke ausgenutzt habe oder zB meine MAC Adresse wissentlich gefälscht habe. Auch interessant ist, das eine zB ein IPv6 Announce (genau so wie DHCPDISCOVER oder OFFER) als Broadcast gesendet wird, und somit an ALLE Rechner addressiert ist, welche gerade am Medium hängen - im Falle von W-LAN ist dies Luft und solange keine Verschlüsselung im Gange ist (dann könnte man von einem Virtuellen privaten Medium sprechen), sind das auch Rechner, welche sich in Reichweite finden und dessen W-LAN Karte im promiscouse Mode lauscht.

Weiter heißt es bei heise:
"Daneben habe sich der Angeklagte aber auch eines Verstoßes gegen die §§ 43 Abs. 2 Nr. 3, 44 des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) schuldig gemacht. Diese Vorschriften stellen es unter Strafe, personenbezogene Daten, die nicht allgemein zugänglich sind, abzurufen, um sich dadurch einen finanziellen Vorteil zu verschaffen. Das Gericht urteilte, dass auch IP-Adressen unter den Begriff der personenbezogenen Daten fallen. Durch das Abrufen der IP-Adresse habe sich der Angeklagte auch einen finanziellen Vorteil verschaffen wollen. Sein Ziel sei es nämlich gewesen, die Kosten für einen eigenen Internetzugang zu sparen."
Soweit so gut, nur kann man eine Private IP Adresse als Personenbezogene Daten heranziehen? (Soweit die Richter es auf diese IP Adressen abgesehen haben) Diese IP Adressen sind für jeden frei zu haben und können gar nicht personalisiert werden! Wenn die Rede von IP Adressen ist, welche an der anderen Seite vom Modem aufgesetzt sind, ist das so eine Zwickmühle, denn auch durch einen Ping an Google.com bekomme ich deren "personenbezogene Daten", nämlich die IP Adresse des Servers dort.
Die Problematik, welche ich hier sehe ist, was definiert personenbezogene Daten? Eine MAC Adresse kann man evt zuordnen, auch wenn dies schwer werden sollte, eine IP Adresse, welche von einem ISP vergeben wird, kann man zumindestens dem Land und evt der Stadt zuordnen, eine echte Personenbezogene Darstellung lässt sich nur durch eine Anfrage an den ISP stellen, diese wird aber fast immer verweigert und nur bei Gefahr im Verzug an Behörden ausgegeben (Mir ist bekannt, dass dies bei einem ISP in 5 Jahren nur 2 Mal passierte!)
Möchte man also durch das herausbekommen einer IP, was jedes Kind mit einem PC kann, die Person, welcher der Anschluss gehört zuordnen möchte, müsste man schon in die Datenbank des ISP einbrechen, was im aktuellen Fall anscheinend nicht passiert ist (sonst würde die Strafe auch etwas höher ausfallen)...
Das man sich einen Finnanziellen Vorteil daraus ziehen will, ist klar und in dieser Hinsicht stimme ich dem Gericht überein.
Nur wie ist zu urteilen, wenn jemand eine Flatrate zuhause hat und trotzdem das W-LAN der Nachbarn benutzt (entweder wissentlich oder ausversehen) So kann ja gar kein Finnanzeller Vorteil gezogen werden, da man ja selber über die gleichen Mittel verfügt wie der Nachbar?!
Mal sehen ob es da Folge-Urteile geben wird und ob dieses Urteil nicht schon bald wiederlegt wird.
Ich hoffe es auf jeden Fall! Für weniger Chaos und sinnvollere Urteile in der Rechtswelt!!!

Den Artikel gibts hier: http://www.heise.de/mobil/Mangelnde-Absicherung-eines-Netzes-rechtfertig...

64MB CF Karte?

Ich hab eben eine Rechnung über eine 64MB CF Karte gefunden die ich mir im Jahr 2003 gekauft hatte... Rechnet man das auf ein GB hoch hätte das damals etwa 319,68€ gekostet! Ein unvorstellbarer hoher preis dafür... Trotzdem passtem auf die 64MB etwa 200 Fotos! Das geht heute auch etwa auf eine 1GB Karte, also sind durch Megapixel die GB gewachsen, die Preise aber in relation gleich geblieben - Gott Sei Dank ;)
Die Original Rechnung: